Uluru
Bei den dort ansässigen Anangu-Abogrines gilt der Felskoloss als zentrales Heiligtum. Dort treffen sich die Traumzeitpfade ihrer mythologischen Heroen, der Schöpfer der Welt und des Lebens, die selbst in die Erde eingingen und nun im Uluru ruhen.
Der heilige Berg, der Uluru ist 348 m hoch und hat einen Umfang von 9,4 km. Der Fels ist streng genommen kein Monolith, da er sich unterirdisch fortsetzt. Wahrscheinlich handelt es sich beim Uluru um einen vor 600 Mio. Jahren entstandenen Sedimentblock, der aus der weniger widerstandsfähigen Umgebung herauserodiert wurde. Was man heute von dem mächtigen Felsen sieht, ist die von Erosion rundgeschliffene Spitze eines gigantischen, steilgestellten Sandsteinblocks, der sich noch einige tausend Meter unter der Erde fortsetzt. Beeindruckend ist, das Wechselspiel des Lichts, das den Felsen in den unterschiedlichsten Farben leuchten lässt. Aus Respekt zu den Aboriginal People darf man den Uluru seit Oktober 2019 nicht mehr besteigen. Wir können mit dem Nationalpark Pass drei Tage den Uluru besuchen. Schon die Anfahrt zu diesem heiligen Berg ist beeindruckend. Bei 46 Grad Celsius fahren wir verschiedene Parkplätze an und machen Fotos. Es gibt einige Bereiche vom Felsen, die nicht fotografiert werden dürfen. Im Kulturzentrum erfahren wir, dass die Aboriginel People den Rangers ihre Gesetze lehren. Danach wird gearbeitet und gelebt. Am nächsten Morgen erleben wir um 6:08 Uhr am Sunrise Point den Sonnenaufgang. Leider ist es bewölkt. Die Stimmung ist sehr mystisch. Das Morgenlicht, auch ohne Sonneneinstrahlung, verändert immer wieder die Farbe des Berges. Nach dem Frühstück, das wir im Womo am Parkplatz haben, laufen wir nochmal zum Sunrise Point. Wir sind ganz alleine dort. Die Energie, die der Berg ausstrahlt fasziniert uns. Um 8:40 starten wir vom Parkplatz Mala gut ausgerüstet mit Wasser und Brotzeit zur Wanderung rund um den Uluru. Der sogenannte Basewalk von 10,6 km geht mal nah und mal etwas weiter entfernt am Berg entlang. Es ist ein sehr besonderes Gefühl, diesem Berg so nah zu sein. Wir trinken alle 15 Minuten Wasser. Unterwegs können wir unsere Flaschen an den Wasserstellen auffüllen. Während der Umrundung haben wir knapp 5 Liter Wasser getrunken. Die Wanderung war für uns ein beeindruckendes Erlebnis! Am Abend treffen wir uns mit der Gruppe am Sunset Point. Jan und Simone haben für uns eine Sunset Tüte gepackt. Sekt, Ginger Beer, Käse mit Weintrauben und zwei kleine Snackpäckchen. Eine tolle Idee! Leider ist der Himmel bedeckt und es fängt sogar das Regnen an und ein Gewitter zieht auf. Schade! In den kommenden beiden Tagen erleben wir Sonne, Sturm und Regen. Ein Wetterphänomen, was ganz selten vorkommt.
Kata Tjuta
Ein faszinierendes Denkmal sind „The Olgas“ 35 km westlich des Ulurus. Diese Felsmonumente heißen in der Sprache der Anangu-Aboriginel People „Kata Tjuta“ - viele Köpfe. Das Massiv besteht aus 36 Felskuppeln, die sich über 35 qkm verteilen. Wind und Wasser, Hitze und Kälte zerschnitten den einst zusammenhängenden Sandsteinblock, schliffen die Ecken rund und formten die heutigen Kuppen und Dome. Wir sehen nur einige der Felskuppeln, da die Wanderwege, die durch die Kata Tjutas führen, ab 36°C Hitze geschlossen sind. Zusätzlich zur Sonnenstrahlung geben die Felswände die gespeicherte Wärme ab. So wird die Wanderung sehr gefährlich. Wir haben einen Eindruck von den Felsformationen bekommen und kehren zu unserer eigenen Sicherheit wieder um.






















































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Ursula aus München (Sonntag, 09 November 2025 06:23)
Schön, dass ihr so eintauchen konntet in die Welt der Aborigines! Ich hab die Bücher- Traumzeit- damals verschlungen, auch wenn es sehr fremd war. Aber dort zu sein ist schon was Besonderes! Tolle Farben…
Die Hirsche (Mittwoch, 12 November 2025 22:21)
Bei der Uluru Umrundung wäre ich auch gern dabei gewesen. Wirklich faszinierende Landschaften! Genießt die Zeit!