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Die Pilbara

Auf dem North West Coastal Highway kommen wir in die Region Pilbara. Sie ist die heißeste Region Westaustraliens. Sie beginnt am 23. Breitengrad und reicht nordwärts bis Port Hedland. Im Osten endet sie erst an der Grenze zum Northern Territory. In dem Gebiet von der fast anderthalbfachen Größe Deutschlands leben weniger als 100.000 Menschen. Als der Viehzüchter Langley Hancock im Jahr 1952 bei einem Gewitter ein Gebiet in niedriger Höhe überfliegen musste, fielen ihm bläuliche Adern im Gestein auf. Hancock hatte das bislang größte Eisenerzlager der Welt entdeckt. Wo einst Kängurus und Emus ihren Lebensraum hatten, wuchsen nun Infrastrukturen für Abbau, Verarbeitung und Abtransport der hochkonzentrierten Eisenerze. Es entstanden Firmenstädte aus der Retorte, künstliche Wohnanlagen mit allem Komfort. Kleine Orte wie Dampier und Port Hedland erhielten riesige Hafenanlagen, um den wertvollen Rohstoff verschiffen zu können. Abnehmer des „australischen Goldes“ sind Japan, China und Südkorea. Es werden pro Jahr ca. 25 Mrd Tonnen Erz von außergewöhnlich hoher Qualität abgebaut. Wir fahren einsam auf dem Highway in Richtung Norden. Immer wieder wechselt das Landschaftsbild. Mal dominieren Termitenhügel die Landschaft, mal sorgen trockene Steppe und kleine Berge auf der eintönigen Strecke für eine Abwechslung. Stopps machen wir in Dampier und Karratha. Die Blütezeit der Städtchen Wickham und Cossack ist vorbei. In Port Hedland beobachten wir das Ausfahren der Schüttcontainerschiffe. Außer der Eisenerzgewinnung, wird Meersalz für industrielle Nutzung gewonnen. Mittlerweile haben wir Temperaturen bis 40,5°C.

 

Eighty Mile Beach

 

Zum Eighty Mile Beach kommen wir auf einer 9 km langen Gravelroad. Die Wohnmobilvermietung erlaubt das Befahren einer Schotterpiste bis zu 12 Kilometern. Glück gehabt! 615 Kilometer liegen zwischen den beiden Städten Port Hedland und Broome. Der Eighty Mile Beach zieht sich fast über die gesamte Streckenlänge. In den Reiseführern steht geschrieben, dass er zu den schönsten Stränden ganz Australiens gehört. Die Weite ist es, die den Strand so faszinierend macht. Aufgrund des enormen Tidenhubs, der Unterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt zwischen 8 und 10 m, ist das Baden zu gefährlich. Bei Flut ist das Wasser sehr flach, bei Ebbe zieht es sich kilometerweit zurück. Auf dem unendlich langen weißen Sandstrand, dürfen 4x4 Fahrzeuge von 7 - 19 Uhr den Strand entlang fahren. Direkt an den Dünen schließt sich der Campingplatz an. Wir wandern am Strand und ich sammle Muscheln. Am Abend nach dem Briefing gehen wir an den Strand und fotografieren den Sonnenuntergang.

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Kommentare: 1
  • #1

    Ursula aus München (Samstag, 04 Oktober 2025)

    Liebe Reisende, ich bin noch garnicht so auf dem Laufenden, schön, dass ihr uns wieder mitnehmt in eine fremde Welt! Boah, so heiß! Ihr könntet uns ein bisschen Wärme schicken, es hat schon Frost früh morgens… Und so viele neue Eindrücke, Farben, Formen und Begegnungen! Genießt es, alles Gute.