Übernahme Wohnmobil
Am nächsten Morgen übernehmen alle Reiseteilnehmer bei der Wohnmobilvermietung „Apollo“ ihre Wohnmobile. 18 Fahrzeuge stehen bereit. Nachdem alle Formalitäten und die technische Einweisung erledigt sind, fahren wir erst mal aus Perth bis in die nächstgelegene Stadt zum Einkaufen. Seit unser Reise durch Kanada und die USA wissen wir, dass das Angebot der Lebensmittel sehr unterschiedlich sein kann. Der erste Einkauf bei „Aldi und Coles“ klappt ganz gut. Am Abend auf dem Campingplatz geht es ans „Verräumen“ unserer Sachen. Oje, gar nicht so einfach, bis alle Dinge ihren Platz gefunden haben. Bei der nächsten Einkaufstour kaufen wir im Baumarkt viele Kisten in verschiedenen Größen. Wir sortieren nach haltbaren Lebensmitteln, Obst und Gemüse, Toilettenartikeln etc. So haben wir schnell Zugriff auf das, was wir im Moment brauchen. Zum Glück hat unser Bad eine abgetrennte Dusche, diese wird auch ein Lagerplatz.
Die meisten Reiseteilnehmer haben einen Kastenwagen gebucht. Sie jammern, dass sie wenig Platz und keinen Stauraum haben. Wir sind froh, dass wir uns für das Wohnmobil mit Alkoven entschieden haben.
Am nächsten Tag fahren wir auf dem Indian Ocean Drive Hwy-60 in Richtung Norden. Die Straße säumen Verkehrsschilder, die es nur in Australien gibt. Regenwetter mit kühlen Temperaturen begleitet uns. Wir machen unseren ersten Stop im Nambung National Park.
Nambung Nationalpark
Der Küstennationalpark liegt südlich von Cervantes und ist bekannt für die Pinnacles Desert. Entstanden sind die steil aufragenden Kalksteinnadeln durch das jahrtausendelange Zusammenspiel von Wind, Regen und Temperaturen. Auf dem Campingplatz gibt es am Abend das Briefing für den nächsten Tag.
Pink Hutt Lagoon
Das Wasser der Lagune verfärbt sich durch eine Meeres Algenart pink. Durch das Beta Karotin, das die Algen während ihrer Blütezeit freisetzen, färben sich die Salzkristalle im Wasser. Der Farbstoff wird als Lebensmittelfarbe verwendet und an der Hutt Lagon industriell gewonnen.
Kalbarri Nationalpark
Der Kalbarri Nationalpark ist einer der interessantesten Nationalparks von Western Australien. Das Naturschutzgebiet beeindruckt vor allem durch die Sandsteinfelsen der 80 km langen tief eingeschnittenen Schlucht des Murchison River. An der Küste sind spektakuläre Klippenformationen zu sehen. Kurze Stichstraßen führen zu den Ausssichtspunkten.
Die Bootstour auf dem Murchison River bringt uns die australische Tierwelt näher.
Shark Bay
Die Shark Bay Region gleicht mit ihren beiden nach Norden auslaufenden Landzungeneinem großem „W“. Zwischen den Halbinseln liegen flache seegrasreiche Buchten. Dort leben unter anderem Dugongs-Seekühe. Shark Bay wurde 1991 zum Weltnaturerbe ernannt.
Shell Beach
Auf dem Weg nach Monkey Mia fahren wir nach Shell Beach. Inzwischen sind die Aussentemperaturen bei 36°C. Auf dem Weg zum Strand knacken die kleinen weißen Muscheln unter den Schuhen. Unser Blick richtet sich auf den kilometerlangen schneeweißen und nur aus Kalkschalen bestehenden Strand. Die winzigen Muscheln sind teilweise bis zu 4 m tief aufgeschichtet. Bis heute rätseln Wissenschaftler über das schnelle Wachstum und die massive Anhäufung an diesem Ort. Lästige kleine Fliegen machen das Draußensein ohne Schutz, sprich ein Fliegennetz auf dem Kopf, unmöglich. Diese kleine Viecher krabbeln in die Augen, Ohren, Nase und Mund. So bald die Sonne untergegangen ist, können wir das Fliegennetz abnehmen.
Monkey Mia
Die Geschichte Monkey Mia begann Anfang der 1960er Jahre. Lokale Fischer fütterten gelegentlich vorbeikommende Delphine mit Fischabfällen. Nach und nach gewöhnten sich die Tiere an die Fütterung und erschienen regelmäßig am frühen Morgen in Strandnähe. Zuerst stand nur eine Hütte am Strand. Inzwischen ist ein Resort mit Hotel, Appartmentanlage, Campingplatz und Sportanlagen entstanden. Wir verbringen zwei Tage in Monkey Mia und erleben morgens das Spektakel der Fütterung am Strand. Am Nachmittag unternehmen wir eine Fahrt mit einem Katamarn. Delphine und Schildkröiten schwimmen neben uns her. In einem Seegras reichen Gebiet erleben wir Seekühe.
Coral Bay
Das Ningaloo Reef ist mit 250 km das längste Korallenriff in Western Australien und ein UNESCO-Welterbe. Es erstreckt sich entlang der „Coral Coast“ und liegt anders als das Grear Barrier Reef ungewöhnlich nah vor der Küste. Das Ningaloo Riff ist an vielen Stränden kaum 100 Meter vom Festland entfernt. Ein beliebtes Wassersportgebiet für Taucher, Schnorchler und Schwimmer. Es wird behauptet, die Unterwasserwelt sei mit rund 220 Korallen- sowie mehr als 500 Fischarten vielfältiger als jene im Great Barrier Reef.
Zwischen Juni und November ziehen dort die Buckelwale vorbei. Sie kommen von der Antarktis im Süden nach Norden, wo das Wasser wärmer ist. Wir unternehmen eine Fahrt mit dem Glasbodenboot und fahren auf einer Whale Watching Tour mit.














































































































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Olaf aus Hamburg (Montag, 29 September 2025 09:49)
Moin Moin,
die Hinweis + Warnschilder auch in Deutscher Sprache, bemerkenswert.
Euer Kontakt mit der heimischen Tierwelt ist schon was feines.
Tolle Eindrücke die ihr uns übermittelt.
Alles Liebe von uns.
Petra + Olaf
Heros (Mittwoch, 01 Oktober 2025 16:25)
Das war ja ein toller Start, hoffentlich hat die Fliegenplage bald ein Ende. Das Erlebnis mit den Walen und Delphinen ist schon gewaltig. Ganz anders bei mir: ich war eine Woche mit Elke und Patrick im Wallis bei mittelmässigem Wetter und in den 2 letzten Tagen hat es bis auf 1800 m geschneit und immer eine kalte Biese. Viele Grüsse Heros.