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Auf dem Stuart Highway in Richtung Süden

Litchfield National Park

 

100 Kilometer südlich von Darwin befindet sich der über 1400 qkm große Litchfield National Park. Die Vegetation ist zum größten Teil tropisch. Wir sehen in der Dämmerung auch Flughunde.

 

Magnetic Termite Mouds

 

Wie Grabsteine auf einem Friedhof ragen meterhohe, sehr schmale Termitenbauten auf. Dort leben die Kompasstermiten. Sie richten ihre Bauten alle exakt in Nord-Süd-Richtung aus. Die Bauweise verhindert eine Überhitzung des Nestinneren. So treffen die Sonnenstrahlen zur heißesten Tageszeit nur auf dem Kamm.

 

Buley Rockhole

 

Ein Bach mit kleinen Wasserfällen und Wasserlöchern. Dort genieße ich ein Bad.

 

Wangi Falls

 

Zuerst wandern wir durch den Regenwald um den Teich Billabong. Auf dem Rückweg gehe ich in das Badewannen warme Wasser und schwimme zu den kleinen Wasserfällen. Auch dieses Wasser prasselt nur lauwarm auf meinem Kopf. Bei Temperaturen bis 41 °C bringt es nicht die von mir gewünschte Erfrischung.

 

Mataranka - Elsey National Park

 

Wir übernachten nahe den Bitter Springs. In einem tropischen Wald fließt ein Bach mit termalwarmen Wasser. Mit einer Schwimmnudel unter den Armen lasse ich mich flussabwärts treiben. Ich habe viel Spaß. Am nächsten Morgen, einige Kilometer weiter, besuchen wir einen Palmenwald, in der eine Thermalquelle mit konstant 34°C 16.500l kristallklares Wasser pro Minute in einen natürlichen Pool sprudelt. In den Palmwipfeln hängen massenhaft Fledermäuse und machen einen ohrenbetäubenden Lärm.

 

Daley Water

 

Es ist eine der urigsten Kneipen des Northern Territory. Skurrile Dinge sind auf der Straße und in den Gebäuden zu sehen. In den 1930er Jahren wurde hier ein Flughafen für Zwischenlandungen der Quantasflüge gebaut.

 

Devils Marbles

 

Die rostroten „Murmeln des Teufels“ verdanken ihre Entstehung dem ewigen Kreislauf von Tag und Nacht, der glühenden Hitze der Wüstentage und der klirrenden Kälte der Wüstennächte. Die abrupten Temperaturveränderungen führten dazu, dass sich die Oberflächenschichten riesiger Granitblöcke ausdehnten und zusammenzogen und dann wie Zwiebelhäute abblätterten. Viele Devils Marbles sind vollkommen runde Kugeln, manche winzig klein, manche von mehreren Metern Durchmesser.

Die Aborigines der Region betrachten die Granitgebilde als Eier der mystischen Regenbogenschlange Wanambi, die für sie die Verkörperung der Fruchtbarkeit den Ursprung allen Lebens bedeutet. Einst war der Platz für Aborigines eine wichtige Kultstätte.

 

Alice Springs

 

Auf dem Weg nach Alice Springs überqueren wir erneut den südlichen Äquator. Alice Springs ist die zweitgrößte Stadt des Northern Territory und die Hauptstadt im Roten Herzen des Kontinents am Todd River. Die Region wird seit über 30.000 Jahren vom Stamm der Aranda bewohnt. Die Aborigines zogen zwischen dem einzigen Wasserloch in Alice und den zuverlässigen Wasserquellen der Bergkette der McDonell Ranges umher. Bei ihrer Gründung war die Stadt nicht mehr als eine einfache Telegrafenstation. Diese wurde notwendig, weil die Morsezeichen nur etwa 300 km weit gesendet werden konnten. Bis 1929 blieb der Ort ein isoliertes Outbacknest. Knapp 100 Einwohner wurden durch Kamelkarawanen versorgt. Im gleichen Jahr erreichte die Eisenbahnlinie von Süden her Alice Springs. Während des zweiten Weltkriegs wurde der Stuart Highway nach Darwin fertiggestellt.

 

Old Telegraph Station

 

Die Telegraphenstation war eine Relaisstation und wurde im Zuge des Baus der Transaustralischen Telegraphenleitung zwischen Port Augusta und Darwin 1871 eingerichtet. Die Leitung ermöglichte erstmals eine telegrafische Verbindung zwischen den Kolonien und Großbritannien. Relaisstationen wurden gebaut, weil die elektrische Spannung nicht ausreichte, um sie durchgehend zu betreiben. In der Telegraphenstation wurden die gemorsten Nachrichten empfangen und von Hand in den nächsten Abschnitt der Leitung eingegeben.

 

Royal Flying Doctor Service

 

Die erste Flying Doctor Base wurde 1928 in Clocurry, Queensland gegründet. 1939 wurde in Alice Springs eine weitere Station eröffnet. Der Royal Flying Doctor Service (RFDS) verfügt heute über 24 Basen. Die Crews decken 80% des australischen Kontinents ab und es sind 70 Flugzeuge in Betrieb. Jedes Flugzeug ist auch als Intensivstation einsetzbar. In Alice Springs werden 7 Pilatus PC-12 Flugzeuge eingesetzt. Sie werden von 12 Piloten geflogen und 6 Ingenieuren gewartet. Diese Flugzeuge können bis zu 7 Personen aufnehmen und decken den Bereich der Base Alice Springs in ca. 1,5 Stunden ab. Das medizinische Team besteht aus 11 Flugkrankenschwestern. Sie sind vom RFDS angestellt, während das Ärzteteam vom NT Health Services angestellt ist. Dieser Service steht allen krankenversicherten australischen Bürgern kostenlos zur Verfügung. Es wird ganzjährig ein 24 Std. Service angeboten.

 

Alice Springs School of the air (ASSOA)

 

ASSOA wurde 1951 gegründet. Die Idee kam von Adelaide Miethke. Sie erkannte, dass Kinder in abgelegenen Gebieten kaum soziale Kontakte hatten und war der Meinung, dass das Funkgerät helfen würde, die Ausbildung von Kindern in entlegen Gebieten mit dem sozialen Kontakt zu versehen. Es ist das weltweit größte Klassenzimmer. Es ist 3,5 mal so groß wie Deutschland. Die SchülerInnen wohnen auf großen Rinderfarmen, in den Gemeinschaften der Aborigines, Touristenorten, Nationalparks, Militärbasen oder sind mit ihren Eltern unterwegs. Die Schule stellt alle nötigen Satelliten - und Computerausrüstungen zur Verfügung. Das Unterrichtsmaterial wird mit der Post versandt. Der Klassenlehrer überträgt live aus dem Studio in Alice Springs. Je nach Jahrgangsstufe sind die SchülerInnen 1-2 Stunden zugeschaltet. Die restliche Zeit arbeiten sie mit dem Hauslehrer und dem Unterrichtsmaterial. Die letzte Radioübertragung einer Unterrichtstunde war 2005, seit dem geht alles online.

 

Fine Art Gallery and Cultural Museum Mbantua

 

West MacDonnell Range

 

Sie erhielten aus zerklüfteten und steilen Bergzügen, die durch parallel verlaufende Schluchten voneinander getrennt sind, die Gestalt wellenförmiger Falten.

 

Simpsons Gap

 

Diese Schlucht haben der Roe Creek und andere Flüsse in 60 Mio. Jahren in die Rungutjirba Ridge gefräst. Der Flussdurchbruch mit seinen Quarzitwänden, die je nach Lichteinfall in verschiedenen Rotschattierungen leuchtet.

 

Standley Chasm

 

100 m hohe Wände, die sich stellenweise zu einer 5 bis 9m schmalen Klamm verengen.

In der Mittagszeit ist eine Stunde Sonnenlicht, die das Quartzgestein in einem märchenhaften Rot zum Leuchten bringen.

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Kommentare: 3
  • #1

    Olaf aus Hamburg (Samstag, 25 Oktober 2025 10:42)

    Moin Moin,
    Dankeschön für den sehr informativen Bericht und die schönen Photos. Apropos Wetter. Wir erleben gerade viel Wind +Regen. Euch weiterhin eine sichere Reise. Ganz liebe Grüße.

  • #2

    Ursula aus München (Samstag, 25 Oktober 2025 20:22)

    Und wieder habt ihr enorm viel erlebt! Nationalparks, viel Wasser für Marion, Farben , Formen , Kunst und Kitsch, Infos über australische Besonderheiten- medizinische und schulische Versorgung- und das alles bei 41 Grad. Beim Menschen ist das hohes Fieber…für Australien normal! Alles Gute, bei uns riecht die Luft schon nach Schnee- brrr!

  • #3

    Heros (Mittwoch, 29 Oktober 2025 18:38)

    Toll, Eure Berichte und Fotos sind ein Nachholen des Schulunterrichts, denn von Australien haben wir zu meiner Zeit nicht viel gehört, es war zu weit weg! Die Nordsee ist mir zum Baden zu kalt, 26 Grad Wassert. in der Türkei oder Grichenland sind sehr angenehm, aber 41 Grad ist mir in der Badewnne zu warm. Weiterhin viel Freude und alles Gute und besonders ein stabiles Wohnmobil.